Geboren bin ich in Sion, dem Herzen des Wallis, ich lebe in der Schweiz, halte mich aber öfters im Ausland auf.

1963 verliess ich meine Heimatstadt und zog an die Ufer des Genfersees. Während vier Jahren habe ich die "Ecole cantonale des Beaux-Arts" in Lausanne besucht.

Nach Erhalt des Diploms als Mal- und Zeichenlehrerin 1967 unterrichtete ich in verschiedenen Schulen des Kantons Waadt. Im Kontakt mit meinen Schülern und Schülerinnen spürte ich immer das Bedürfnis der  Suche nach mehr und die Lust, mich  künstlerisch weiter zu entwickeln und die Ausdruckskraft zu intensivieren.

1971 fand meine erste Ausstellung in der Galerie "Vieux-Sion" in Sion  statt.

Dort zeigte ich vor allem Lavier- und andere Zeichnungen.

1976 anlässlich einer Ausstellung in Genf begegnete ich dem Maler Max Dissar, einer ausserordentlichen Persönlichkeit von siebzig Jahren, einem hoch talentierten Lehrer, offen und bereit, einem Schüler seine Kenntnisse zu vermitteln. Max Dissar selbst war ehemaliger Schüler von Pierre Bonnard an der "Ecole des Beaux-Arts" von Paris.

Ich war an der Malerei von Dissar  und seiner Art und Weise mit Ölfarben zu malen sehr interessiert und wurde seine Schülerin. Das war ein wichtiges Moment für mein Leben als Malerin. Während mehr als 15 Jahren haben wir miteinander gearbeitet und ausgestellt. Diese Periode war sehr fruchtbar und unvergesslich, eine Zeit auf vielfältige Weise die Anwendung von Oelfarben zu experimentieren.

Schritt um  Schritt gelingt es mir, die Ölfarbenmalerei besser zu beherrschen, bezüglich schöpferischer Stärke wie auch der Ausdruckskraft.

Hin und her gezogen zwischen dem Realen und Unsichtbaren kämpfe ich um die vollkommene Verschmelzung der beiden auf der Leinwand. Die Perioden der Suche und die Ausstellungen folgten einander.

Seit 1982 mehrten sich die Reisen. Zuerst nach Afrika, wo die üppige Vegetation fasziniert wie die bunten Tücher welche  am Körper der Menschen flattern; dann Nordeuropa mit seinen flachen Gegenden, den stillen Watten und dem brausenden  Ozean; und schliesslich  den Nahen Osten, wo die Kargheit und Schönheit der Wüste zum Wesentlichen führen, insbesondere in Jordanien: ergreifend durch seine  abwechslungsreichen Geländeformen, den Rhythmen seiner Erde, sein tanzender Schein im Morgenlicht, die sich rötenden Felsabgründe bei Sonnenuntergang - und die Freundlichkeit seines Volkes.

Alle diese Anblicke beeindrucken mich, nähren meine Emotionen und sind nun Teil meiner bildnerischen  Ausdrucksweise.

Das Leben, die Lebewesen, die Begegnungen faszinieren mich. Die Stimmungen, das Bedürfnis, das innere Licht zum Strahlen zu bringen,  erweckt in mir die Lust zu malen.

Ich verwende bald den Spachtel bald den Pinsel, auf Leinwand und nur mit Ölfarbe. Der Fleck, die Farbe, die Durchlässigkeit, die Lasur und der Strich sind ebenfalls  verfügbare Elemente, welche ihren festen Platz  einzunehmen haben  um die Entstehung meines Bildes zu ermöglichen.

Um allfälligen Fragen von Interessierten zu antworten, öffnet die Malerin Rita Rielle gerne ihr Haus und führt diese  mit Vergnügen durch die Welt ihrer Kunst. (täglich, auch sonntags auf Voranmeldung 0041 79 718 77 01).

 

Rita Rielle.

You must install Adobe Flash to view this content.